3. Spieltag 2019/20: Meckenheimer SV – 1. FC Spich

IMG 20191013 162315Du kannst so rasch sinken, dass du zu fliegen meinst.

MECKENHEIM, 13. Oktober 2019 - Aus Sicht eines Familienvaters ist es nicht immer die erste Wahl an einem sonnig-warmen Sonntag (da im Herbst eher selten) viel Zeit in einer stickigen Turnhalle zu verbringen. Doch ein spannendes Volleyballspiel ändert diese Sichtweise. Gegen Meckenheim gab es keine Spannung – aber alle Beteiligten mussten auch nicht lange in der Halle bleiben.

Wer was zum Spielverlauf wissen will, wird sicher zeitnah von @MSVMeckenheim.Volleyball darüber informiert werden. Von Spich gibt es nicht viel dazu zu sagen – die Mannschaft war nämlich gar nicht wirklich dabei. Oder anders ausgedrückt: Der größte Feind der Qualität ist die Eile. Nun, das Spiel war nach weniger als einer Stunde vorbei – zur Qualität darf man nun selbst Rückschlüsse ziehen.

Körperlich zwar auf dem Platz, störte die Sonne bei der Annahme, der Schiedsrichter ist ja sowieso immer schuld und dann muss der Ball ja auch wieder zum Gegner zurück. Und diesmal ging er einfach nicht von alleine. Also es gab viele Schuldige und Meckenheim war zudem noch ganz gut.

Anstatt Volleyball zu spielen überlegte man sich, was dabei rauskommt, wenn man bei translate.google.com von Deutsch nach Englisch übersetzt und „Meine Nachbarin hat Kohlmeisen aber was macht ein Hahn auf meinem Esel?“ eingibt. Zack, schon war der erste Satz vorbei und die Übersetzung spiegelt die Grundhaltung wider.

Im zweiten hatte Meckenheim keinen Bock mehr und Spich konnte den Satz problemlos gewinnen. Ah, nee, Mannschaften aufgrund des Seitenwechsels verwechselt. Also, Spich hatte keinen Bock mehr und Meckenheim gewann auch den Satz. Eigentlich schade, denn draußen war ja schönes Wetter und wenn man schon in die Halle muss…ihr wisst ja…Spannung und so.

Nun denn, zwei Punkte und ein Tie-Break-Spiel sind ja auch geil. Also nichts wie rein in den dritten Satz. Bei nur 7 Punkten Rückstand Mitte des Satzes war ja noch alles drin. Näher war man in den ersten Sätzen dem Gegner nur beim Stand von 0:1. Also, weiter, immer weiter! Und da dieser Artikel so gern mit Sprichworten um sich wirft (wenigstens er wirft um sich – was man von Spich nicht behaupten konnte…): Wenn man einen falschen Weg einschlägt, verirrt man sich umso mehr, je schneller man geht. Also noch ein „Zack“ und es stand 24:14.

Mathe ist ein Freund, dachten die Spicher. Daher muss bei 25 ja nicht Schluss sein. Also darf auch dieser Aufschlag ohne Berührung ins Feld fallen und die Halle jubelt, der Schiri pfeift. Oh, doch vorbei. Ab in die Sonne.

Die Spicher haben der Wandergruppe Münz keine Steine in den Weg gelegt und lassen sie gemütlich weiter zur Erleuchtung pilgern. Alle Familienväter waren überpünktlich zu Hause und die Socken können am Dienstag im Training nochmal getragen werden. Durchgelaufen sind sie auf keinen Fall.

Für Spich kurzweilig in der Halle: Christoph Türk, Holger Alsmann, Jan Mayer, Lukas Preis, Matthias Wiegand, Simon Tebbe, Timo Scheel, Tobias Szemkus und Volker Neumann

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