Kreispokalfinale 2018: TSV Seelscheid – 1. FC Spich

kreispokalsieger herren klein

NEUNKIRCHEN, 3. Dezember 2018 - Die 2. Fußball Bundesliga schafft Montagsspiele ab. Stattdessen müssen jetzt die Volleyballer für das Entertainment am Wochenanfang sorgen: das Kreispokal-Finale zwischen dem TSV Seelscheid und 1. FC Spich stand an.

Aufregende Fünf Sätze, Schlag um Schlag, ein Spiel der Giganten doch es konnte nur einer glorreich vom Platz gehen … Plattitüden - check.

Wenn man bedenkt, dass der Plan zuerst lautete den TSV Seelscheid ganz schnell in die Knie zu zwingen, mussten die Spicher die ersten zwei Sätze ordentlich einstecken. Nichtsdestotrotz versuchten die eingesetzten Neuzugänge des 1. FC Spich sich zu beweisen und zu zeigen, was sie in den letzten Trainingseinheiten lernen konnten. Da die Annahme noch etwas wackelig war, nutzte der TSV Seelscheid die Gelegenheit, um Bälle zu landen. 0:2, 4:2, 4:7, fünf Punkte hintereinander kassiert der 1. FC Spich. Trotzdem weigerten sich die Spicher loszulassen und verbissen sich in jeden einzelnen Punkt, holten dann schnell auf und machten ihrerseits 5 Punkte am Stück zum 11:9. Etwas stärkere Seelscheider setzten sich jedoch leicht ab. Eine strategisch gut platzierte Auszeit beim Spielstand von 16:19 verschaffte den Spichern die nötige Luft, um aufzuholen. Beim Stand von 20:20 war dann wieder alles offen. Doch Spich musste letztendlich den ersten Satz mit 21:25 abgeben, eine weitere Auszeit bei 20:23 konnte diesmal nichts retten.

Ein heftiger Schlagabtausch zwischen den Mannschaften folgte in der zweiten Runde. Auch hier fielen einem insbesondere die unsaubere Annahme der Spicher Neuzugänge auf, die allerdings relativ schnell durch die anderen Teammitglieder abgemildert werden konnten. Weitere Fehler, wie in den Block geschlagene Bälle, sorgten für überraschte Spicher und dafür, dass Seelscheid den Satz über mit 3-4 Punkten in Führung lag und diesen schlussendlich auch mit 25:20 gewann. Auszeiten bei 4:7 und 16:21 brachten auch hier nicht den erhofften Erfolg.

Satz drei. Die beiden verlorenen ersten Sätze zwangen die Spicher Trainer vom ursprünglichen Plan abzuweichen. Die Neuen wurden auf die Bank verbannt und die alteingesessenen Spieler übernahmen das Ruder. Die Spicher traten geschlossen auf, spielten dynamisch und konzentriert. Dieser Tempowechsel brachte den TSV Seelscheid aus dem Gleichgewicht. Der konnte zwar zunächst noch mithalten und sogar leicht in Führung gehen, jedoch als der Spicher Tobias Szemkus beim Stand von 14:15 wieder zum Aufschlag kam, brach Seelscheid komplett ein. Saftige 12 Punkte hintereinander für den 1. FC Spich hagelte es auf den Gegner nieder. Hier halfen auch die beiden Auszeiten der Seelscheider bei 16:15 und 23:15 nichts. Donnernd 25:15 der Endstand, noch war nichts verloren und die Aufholjagd konnte beginnen.

Satz vier: es flogen zwar keine Fäuste, dafür aber eine ganze Menge Bälle. Nach dem Schock im vorherigen Satz, blieben die Seelscheider allerdings gefasst und gingen mit 7:12 in Führung, was die Spicher zu einer Auszeit nötigte. Der Pep Talk half. Den Punkt nach der Auszeit holten sich die Spicher und kämpften sich langsam, aber stetig ran. Die zweite Hälfte des Satzes verlief dann ausgeglichen mit Punktständen von 16:16; 18:18 und 20:20. Die Spicher bewiesen in dieser Situation Nervenstärke und konnten sich mit 23:21 leicht absetzen. Eine Auszeit von Seelscheid unterbrach kurz die Spicher Punkteflut. Den Satz gewann Spich dennoch mit 25:22.

Tie-Break. Mittlerweile 22:07 Uhr, der Hausmeister scharrte schon mit den Füßen. Alle Spieler waren allerdings heiß darauf das Spiel noch zu Ende zu bringen und den Pokal nachhause zu holen (Wo blieb eigentlich der Pokal im KreisPOKAL-Finale?). Auch der letzte Satz verlief wieder sehr ausgeglichen. Trotz etwas stärkeren Auftakts mit 0:3 für Seelscheid, holte sich Spich mit 8:7 den Punkt zum Seitenwechsel. Nach dem Punktestand von 11:11 zog Spich leicht davon bis zum Spielstand von 14:11. Wieder nach einer verzweifelten Seelscheider Auszeit verlor der 1. FC Spich noch einen Punkt, konnte aber schlussendlich mit 15:12 Punkten und 3:2 Sätzen wohlverdient als Pokalsieger unter die Dusche gehen.

Für Spich spielten: Christoph Türk, Holger Alsmann, Kay Stoebke, Lukas Arndt, Lukas Preis, Max Schaper, Simon Tebbe, Tobias Szemkus und Rafael Dabrowski

Autor: Rafael Dabrowski

Zugriffe: 582